Intelligente Synchronisierung, verbesserte UX: ownCloud Desktop Client erhält Virtual File System

Veröffentlicht von Jonathan Kawohl – 4. Juni 2018

Mit dem Virtual File System erhält der ownCloud Desktop Client eine Technologie, durch die Dateien und Ordner nur noch mit dem Endgerät synchronisiert werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Nutzer benötigen dadurch deutlich weniger lokalen Speicherplatz für ihre Dateien und erhalten eine vereinfachte Bedienbarkeit sowie ein weiter verbessertes Nutzererlebnis ihrer ownCloud.

Im Unterschied zu früheren Versionen synchronisiert der Desktop Client auf Wunsch nun nicht mehr sämtliche Dateien mit dem Server. Nutzer müssen sich nicht mehr entscheiden, welche Ordner sie – selektiv – synchronisieren wollen. Stattdessen zeigt der lokale ownCloud-Ordner genau die Datei- und Ordnerstruktur, die auch am Server vorliegt – unabhängig davon, ob die Daten vollständig lokal verfügbar sind. Wird eine Datei benötigt, kann diese mit einem Klick heruntergeladen und geöffnet werden. Auch der Download von mehreren ausgewählten Dateien ist über das Kontextmenü mit einem einfachen Rechtsklick möglich. Diese Funktion wird in Kürze auch für gesamte Ordner möglich sein.

Diese Neuerung schafft nicht nur eine intelligente Lösung für den stetig wachsenden Speicherbedarf im Umgang mit ownCloud, sondern verbessert auch das Nutzererlebnis deutlich durch nahtlose Integration in den natürlichen Workflow am Desktop. User müssen sich so nicht mehr mit der Konfiguration ihres Desktop Clients beschäftigen, sondern arbeiten einfach in ihrem ownCloud-Ordner, während die eigentliche Logik im Hintergrund stattfindet. Auch können jederzeit native Funktionen des Datei-Browsers (z.B. die Suche nach Dateinamen) genutzt werden ohne die Daten physisch auf dem Endgerät vorliegen zu haben oder auf die Web-Anwendung im Browser zurückgreifen zu müssen.

Nahtlose Integration und adaptive Synchronisierung

Das langfristige Ziel der Technologie besteht darin, ownCloud deutlich stärker in gewohnte Arbeitsabläufe am Desktop-PC zu integrieren, sodass der Nutzer sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. So werden Anwender in späteren Versionen beispielsweise Dateioperationen (z.B. Verschieben, Löschen oder Umbenennen) oder auch das Teilen von Daten mit anderen Nutzern komfortabel im Datei-Browser durchführen können, ohne die Daten selbst vom Server synchronisieren zu müssen.

Zudem sollen Nutzer den Synchronisationsstatus für jede Datei jederzeit wechseln können. Ebenso einfach wie Daten auf Abruf bereitgestellt werden, kann damit lokaler Speicherplatz auf intuitive Weise wieder freigegeben werden, indem entsprechende Dateien über das Kontextmenü in die Cloud ausgelagert werden.

Auf diese Weise wird die selektive Synchronisierung von einer adaptiven Synchronisierung abgelöst, die sich an die Bedürfnisse des Nutzers anpasst. Ein weiteres Ziel ist es, diese Funktionen künftig um KI-Elemente zu ergänzen, um eine automatisierte und vorausschauende Bereitstellung bestimmter Dateien zu dem Zeitpunkt zu ermöglichen, an dem sie benötigt werden (Stichwort: Machine Learning).

Veröffentlichung mit Version 2.5.0

 Neben Delta Sync ist das Virtual File System eine weitere wichtige Technologie, auf die 22 Mio. Community-Nutzer warten. Als Teil des Desktop Clients ist sie unter GPLv2 lizenziert und damit von allen Usern und Entwicklern frei verwendbar.

Die offizielle Veröffentlichung erfolgt mit dem Release der nächsten Client-Version (2.5.0). Derzeit befindet sich die Technologie noch in der Testphase. Eine Video-Demo liefert aber bereits einen ersten Eindruck über Anwendung und Funktionsweise des Virtual File System:

Nutzer, die das Feature bereits vorab in einer ersten verfügbaren Testversion des Desktop Client ausprobieren wollen, erhalten unter folgendem Link eine detaillierte Anleitung zur Installation: https://owncloud.org/news/owncloud-client-goes-virtual-sync-files-demand/

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